Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland und tritt meist in der zweiten Lebenshälfte auf. Lungenkrebs kann in allen Teilen der Lunge entstehen. Besonders häufig entsteht er im oberen Teil der Lungenflügel, da dieser Abschnitt schädigenden Substanzen stärker ausgesetzt ist als der untere Lungenflügel. In der Regel entwickelt die Erkrankung sich in den Zellen der Bronchialschleimhaut und wird daher auch Bronchialkrebs oder Bronchialkarzinom genannt. 

In den allermeisten Fällen wird Lungenkrebs durch Rauchen und Passivrauchen ausgelöst (ca. 95 %), seltener durch andere krebserregende Substanzen wie Asbest, Nickel, Feinstaub, Quarzstäube, Arsen, Beryllium, Cadmium, Chrom, Kokereirohgase, Nickel, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Siliziumdioxid, ionisierende Strahlen. Während früher überwiegend Männer an Lungenkrebs erkrankten, hat sich durch die gestiegene Zahl rauchender Frauen auch die Anzahl der Lungenkrebserkrankungen bei Frauen erhöht. 

Es gibt zwei große Gruppen von Lungenkrebs. Durch eine feingewebliche Untersuchung lassen sich die verschiedenen Lungenkrebsarten gut voneinander unterscheiden. Grob lässt sich zwischen den kleinzelligen (SCLC = Small Cell Lung Cancer) und den nicht-kleinzelligen (NSCLC = Non Small Cell Lung Cancer) Lungenkrebs unterscheiden. 

Der kleinzellige Lungenkrebs (SCLC) ist ein schnell wachsender Tumor, der in 15 % der Fälle bei Diagnosestellung schon Tochtergeschwüre (Metatasen) gebildet hat. Häufiger tritt allerdings das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom auf. Dieser lässt sich durch verschieden pathologische und immunhistochemische Untersuchungen in weitere Untergruppen einteilen. Die WHO (World Health Organisation) unterteilt das Nicht-kleinzellige Lungenkarzinom in folgende Gruppen:

- Plattenepithelkarzinom
- Adenokarzinom
- Großzelliges Karzinom
- Adenosquamöses Karzinom
- Sarkomatoides Karzinom
- Karzinoid
- NOS (Not Otherwise Specified nicht anderweitig spezifizierbar)

Im Anschluss an die Einteilung in die Gruppen können, in Abhängigkeit vom Tumorstadium, weitere Untersuchungen auf spezielle molekularpathologische Veränderungen in unserer Pathologie eingeleitet werden. Dadurch lassen sich die Karzinome nicht nur weiter differenzieren, sondern auch gezielt behandeln.
 

Vorbeugen

Es gibt keinen absoluten Schutz vor Lungenkrebs, da z. B. auch bestimmte genetische Faktoren eine Rolle spielen können. Allerdings sollten Rauchen – auch Passiv-Rauchen – sowie der Kontakt mit anderen krebserregenden Stoffen s. o. vermieden werden. Diese Maßnahmen können die Wahrscheinlichkeit einer Lungenkrebserkrankung verringern.
 

Symptome

Erste Symptome eines Lungenkarzinoms können lang andauernde Schmerzen im Brustkorb, Husten oder Luftnot sein, aber auch Rückenschmerzen, Schluckstörungen, Heiserkeit, Schwäche, Nachtschweiß und ungewollter Gewichtsverlust. Da diese Anzeichen aber häufig Symptome harmloser Erkrankungen sind und sehr unspezifisch, wird Lungenkrebs oft erst spät erkannt, wenn blutiger Auswurf und sehr starke Atembeschwerden auftreten.

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